Lago di Campotosto - Fonte Cereto

Lago di Campotosto - Fonte Cereto


Ein strahlend blauer Himmel und ein von innen tropfend nasses Zelt begrüßen uns am Morgen. Wir werden wohl am abend in einem Hotel oder einem Rifugio landen; da können wir das Zelt trocknen. Nach einem kostenlosen Frühstück - der Zeltplatzchef ist sehr freundlich und vielleicht mag er uns - geht es - wie im vorigen Jahr - hinunter nach Capitignano. Heute sind wir auf der holprigen Steilabfahrt besonders vorsichtig, denn vor einem Jahr ist mir hier ein Ventil abgerissen. Bei der Einfahrt in den Ort sehen wir einige Häuser, die vom Erdbeben beschädigt sind, doch insgesamt hatten wir schlimmeres erwartet.

Nach dem obligatorischen Cappuccino und dem Lebensmitteleinkauf geht es wieder hinauf zum Passo delle Capannelle, dem Eingang zum Campo Imperatore. Vorher kommen wir noch an der Fonte Cefasso mit der kleinen Kapelle vorbei. Das kalte Wasser tut gut. Dann geht es endlich hinauf zum Campo Imperatore.





Doch die Straße ist gesperrt. Doch die Sperrung sieht so aus, als wollte man sagen: “Es ist zwar gesperrt wegen der Erdbebenschäden, aber macht, was Ihr wollt.” Tatsächlich haben wir bis Fonte Cereto nur 5 bis 6 Autos auf der Straße. Himmlisch! Die Straße ist auch soweit ganz in Ordnung; nur hier und da sind noch Reste von Steinschlägen zu sehen. Allerdings wird das Wetter zusehends schlechter und auf halber Strecke beginnt es auch zu regnen. Aber nur kurz, dann zieht das Unwetter, das uns zum Glück nur gestreift hat, in eine andere Gegend des Gran Sasso.





Der Campo ist ja wirklich einsam, aber so herrlich allein, wie auf dieser Strecke waren wir noch nie. Es ist richtig schade, daß die Strecke zu Ende geht und an der Kreuzung nach Asergi der letzte kleine Anstieg zum Zeltplatz in Fonte Cereto ansteht.

  Hier gibt es nur noch eine warme Dusche. Im vorigen Jahr waren es - glaube ich - noch vier. Der Platz ist kaum belegt und so sehen wir einem ruhigen Abenbrot und einer störungsfreien Nacht entgegen. Das Essen hatte uns 2008 der Zeltplatzchef aus Asergi mit dem Auto geholt. Auf die Frage, ob das heute auch möglich ist, bekommen wir die Antwort, daß es dort kein Geschäft mehr gibt. Das macht uns sehr traurig. Er fährt für uns nach Paganica, wo es noch ein Alimentari gibt, obwohl es noch näher am Epizentrum liegt, als Asergi...





Übernachtung: Zeltplatz “Camping Funiva del Gran Sasso” € 16,60, Küche = siehe oben

36,5 km, Schnitt 11 km/h, Fahrzeit 3:08 h





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