Viletta Barrea - Lago di Scanno
Der Godipass steht bevor. 2008 war das unser Lieblingspass. Heute kommen wir von der anderen Seite. Ein leckeres Frühstück sollte uns die nötige Kraft zum Aufstieg geben. Heiß ist es 7:30 Uhr auch noch nicht, so daß die 13 km bis zu den 1600 m gut zubewältigen sein sollte.
Und tatsächlich fühlt sich der Berg an, als könnte ich ihn in einem Rutsch bewältigen. Trotzdem machen wir einige Pausen. Die Abruzzen sind einfach zu schön, um sie einfach so an sich vorbeiziehen zu lassen. Auf halber Strecke dann so etwas wie eine Bar. Ok - ein Caffè ist jetzt nicht völlig falsch. Es ist aber geschlossen. Da kommt ein Waldmensch und sagt “Dieci Minuti”. Na gut; warten wir und schauen uns die Tiere an. Es stellt sich heraus, daß wir auf kleinen Farm gelandet sind. Ponys, Ziegen, Hunde (Pastore Abruzzese)und sogar Hirsche gibt es. Der Besitzer, lebt davon, daß er die Touristen (-kinder) durch seine Farm führt. Er spricht leidlich Deutsch - besser jedenfalls, als wir Italienisch - und erklärt uns, daß der letzte Winter so hart war, daß ein Rudel Wölfe auf seine Farm gekommen ist und die Hirschkühe geschlagen haben. Jetzt hat er Nachwuchsprobleme.Er ist ein ganz lieber und wir haben uns noch eine ganze Weile mit ihm unterhalten.
Dann geht es weiter zum Pass. Fast ganz oben ereilt uns uns die obligatorische Panne. Glücklicherweise im Schatten. Der Schlauch ist schnell getauscht und mit Gummihandschuhen bekommt man auch keine schwarzen, schmierigen Hände. Die sauberen Hände brauchen wir für das Mittagessen auf dem Pass: Pannino caldo - hmmmmm.....
Dann geht es nur noch abwärts. Es ist kaum zu glauben, daß wir im letzten Jahr hier hoch sind. Wir können uns noch sehr gut an die Anstrengung erinnern. Aber vielleicht werden wir mit zunehmendem Alter noch sportlich.
Scanno ist das nächste Ziel. 2008 haben wir hier nur gefrühstückt und hatten keine Zeit für einen Bummel. Den holen wir heute nach. Am frühen Nachmittag sind wenig Leute unterwegs - es ist heiß. Bei einem muffeligen Weinhändler holen wir uns unsere Abendration und der Alimentari versorgt uns mit leckeren Lebensmitteln.
Noch ein paar höhenmeter hinab zum See - er ist genauso schön, wie beim letzten Mal. Hier könnte man Wohnen. Da vermissen wir den uns täglich zustehenden Regen. Der Zeltplatzchef versichert uns, daß der Regen schon noch kommt. “Aber nur bizzle” Und er hat Recht. Wir wollen gerade essen, da beginnt es zu nieseln. Wir “retten” uns unter eine Veranda der vielen unbewohnten Häuschen, da hört es auch schon wieder auf. Es dämmert und mit uns versinkt der See in einen ruhigen Schlaf.
Übernachtung: ”Camping I Lupi”” € 16,60 Essen: ”Aus der Tasche”
34,7 km, Schnitt 12,1 km/h, Fahrzeit 2:01 h



















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